Krötenwanderung

Langsam nähern wir uns dem Frühling – der Zeitraum, an dem die jährliche Amphibienwanderung beginnt. Frösche, Kröten und Molche wandern in Richtung ihrer Laichgewässer. Ein Vorgang, der durch die unaufhaltsame Zersiedlung und Zerschneidung ihrer Lebensräume in unserer Gemeinde immer schwieriger wird. Bei den noch kühlen Temperaturen können sich die wechselwarmen Tiere nur langsam fortbewegen. Das führt Jahr für Jahr zu erschreckend hohen Verlusten – hauptsächlich durch den Straßenverkehr. Neben anderen Faktoren, wie der intensiven Landwirtschaft mit hohem Pestizideinsatz und der Zerstörung passender Feuchtlebensräume, ist dieser der Hauptgrund für den steten Rückgang vieler Arten.

Diese fehlen dann in genau den Ökosystemen, deren Bestehen auch das Überleben des Menschen garantiert. Sie sind wichtige Akteure im natürlichen Netzwerk und tragen entscheidend zur Stabilität, Vielfalt und Regulation bei.

Auch in Schlangen und in den Ortsteilen gibt es Bereiche, an denen die Wanderung der Amphibien Straßen und Plätze kreuzt.

Dort können wir durch rücksichtsvolles, angepasstes Fahren, eventuell aber auch durch das Inkaufnehmen einer Umleitung, viele Opfer unter ihnen vermeiden. So sorgen wir dafür, dass möglichst viele Kröten, Frösche und Molche ihre Laichgewässer unbeschadet erreichen können, um sich dort fortzupflanzen und deren Bestand dadurch zu sichern.

An einigen bekannten Stellen werden vom Kreis und von StraßenNRW im Vorfeld Amphibienschutzzäune errichtet. Diese werden u.a. von Ehrenamtlichen und Naturschutzverbänden unterhalten und überwacht. Die Möglichkeit besteht, das bestimmte Abschnitte in besonders prekären Situationen auch zeitweise gesperrt werden können, um die Wanderungswege abzusichern. Die Gemeinde stellt an bestimmten Straßen Hinweisschilder zur Wanderungszeit auf, um zu vernünftigem Verhalten in dieser Hinsicht aufzurufen.

Alle Beteiligten sind immer sehr dankbar, wenn solche betroffenen – eventuell auch noch unbekannte – Stellen gemeldet werden, damit möglichst schnell und passend Schutzmassnahmen durchgeführt werden können.

Gerne können diese Meldungen an die Gemeinde, an die tätigen Naturschutzverbände aber auch an uns als OV der Grünen in Schlangen (info@gruene-schlangen.de) gegeben werden. Das leiten wir dann rasch an die zuständigen Stellen weiter.

Wir danken allen Schlängern für ihr verständnisvolles Verhalten unseren Mitlebewesen gegenüber und möchten so gemeinsam mit ihnen dafür sorgen, dass Schlangen in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.